Werdegang
 
Der Zufall wollte es!
 
Handarbeiten und hübsche Dinge (Hüte, Kleider für meine Kinder und für mich, Dekorationen, schöne Stoffe und Spitzen) haben mich schon seit eh und je fasziniert.
 
1997 übernahm ich von einer Bekannten in Zürich fertige und halbfertige Puppen sowie Stoffe, Spitzen und Zubehör, einfach so, weil es mir gefiel!
 
Dann irgendwann erfuhr ich die Adresse der Puppenschule und der "Virus" packte mich. Im April 1998 begann ich bei Rosemarie Kunz in Biel mit der Ausbildung zur Puppenmacherin. Jetzt realisierte ich, wie weit der Weg zu einer "perfekten" Puppe ist! Und perfekt sollten sie sein!
 
So bin ich während zwei Jahren immer wieder zu Seminarien und Kursen gefahren, bis ich das Gefühl hatte "jetzt kann ich meine Arbeiten auch in der Öffentlichkeit sehen lassen". Gesagt, getan: Im Herbst 2000 habe ich mich zur EURODOLL (das ist DIE Puppenmesse Westeuropas!) nach Bregenz gewagt, wo ich auf Anhieb eine Bronze- und eine Goldmedaille mit zweien meiner Puppen errang!
 
Ich freute mich riesig, denn es gab manche Stunden, an denen ich fast verzweifelte, weil ich z.B. die Wimpern nicht so schön malte, wie es sein sollte oder wenn ein Kopf beim Schleifen zum x-ten Mal zerbrach... Doch der Erfolg kam Schlag auf Schlag:
  • Titel des "MASTER OF DOLLMAKING" im April 2001 am Internationalen Puppenkongress in Bad Homburg/D
  • Vier Bronze- und eine Silbermedaille im gleichen Jahr an der EURODOLL in Bregenz/A

Das war mir aber noch nicht genug: nun wollte ich mich noch am Modellieren versuchen und habe im Sommer bei Rosemarie Kunz einen Kurs in Südfrankreich besucht. Dabei sind Kopf und Schulterplatte für eine Puppe entstanden.

Danach habe ich mich wieder mehr auf's Arbeiten zu Hause konzentriert und auch Kurse gegeben. Im Sommer 2002 bin ich wieder zu Rosemarie Kunz gefahren, um Puppenhände und -füsse zu modellieren. Darauf folgte ein Training bei Meinrad Röösle.
 
Ich lege grossen Wert darauf, dass die meisten meiner Puppen Unikate sind. Deshalb stelle ich, wann immer möglich, die Bekleidung - oft original getreu und nur in Handarbeit! - selber her. Dazu verwende ich oft Materialien aus der zur Puppe gehörenden Zeit; auch die Schuhe stelle ich selber her oder werden extra für mich angefertigt.
 
Meine grosse Liebe gehört zwar den antiken Puppen - aber auch die modernen Künstlerpuppen werden von mir mit viel Liebe hergestellt und ausgestattet!
 
Grosse Freude bereitet es mir zudem, in kleinen Gruppen von vier bis fünf Teilnehmerinnen mein Können weiterzugeben. In diesen Kursen werden Reproduktionen von antiken Puppen und moderne Künstlerpuppen hergestellt - ganz nach Wunsch der Teilnehmerinnen.
 
Grandmaster
 
Im Januar 2003 war ich im Studio von Annette Schlegel, um bei Sheryl Williams ein Tanzpaar anzufertigen. Das Original stammt von 1875; die Reproduktion ist mir perfekt gelungen und das Paar tanzt elegant zur Musik jener Zeit!
 
Danach habe ich mich auf den Wettbewerb konzentriert, um ein weiteres grosses Ziel zu erreichen: beim Internationalen Puppen- und Bärenfestival in Interlaken Anfang Mai durfte ich den Grandmaster mit der Puppe 1279 von Simon und Halbig entgegen nehmen. Ich bin überaus stolz und glücklich, dass ich dieses Ziel erreicht habe.
 
Die eingereichte Künstlerpuppe "Portrait Head" erhielt das blaue Band. Mein erster selbstgemachter Bär wurde in der Kategorie "Folklore" mit dem 3. Platz ausgezeichnet.

Ausstellung
 
Im Oktober 2003 erfolgte eine weitere grosse Ausstellung mit „meinen“ Puppen im meiner Heimatgemeinde Gamprin. Dabei wurde auch eine Puppe zugunsten des Liechtensteinischen Hilfswerks versteigert.
 
Eurodoll in Cham/Schweiz
 
Im Mai 2004 nahm ich erneut an einem Wettbewerb teil, und zwar an der Eurodoll in Cham. Voller Freude durfte ich dort eine Goldene Auszeichnung für drei Arbeiten entgegen nehmen: Für eine deutsche Antikreproduktion die 1279 von Simon und Halbig, eine französiche die Bru 13, sowie als farbige Puppe den Orientalen von Kestner.

Eurodoll 2005 in Wolfurt bei Bregenz in Österreich
 
Die Teilnahme an dieser Messe war für mich sehr erfreulich: Diesmal erhielt ich für die französische Antikreproduktion Longface Jumeau eine Goldmedaille. Zudem errang ich für meine Arbeit für eine deutsche Antikreproduktion Von Simon und Halbig eine Silbermedaille und für die Künstlerpuppe Portrait Head ebenfalls eine Goldmedaille.
 
Über diese Auszeichnungen freu ich mich sehr. Trotzdem möchte ich meine Kenntnisse noch erweitern und besuche deshalb im Februar einen privaten Kurs in Bristol/England bei Gillian Richards.

Weiterbildung und Wettbewerbsteilnahme in Grossbritannien 2006
 
Der Privatkurs bei Gillian Richards war intensiv und anspruchsvoll; was das Malen französischer Puppen betrifft, konnte ich viele wertvolle Tipps mit nach Hause nehmen. Im September des gleichen Jahres nahm ich am Wettbewerb bei der DAG Doll Artisan Guild in Henley-on-Thames teil; dabei hat mein Bruder Ärgerlich ein rotes Band erworben. Besonders gefreut hat mich die rege Nachfrage nach meinem selbst hergestellten Zubehör wie Perlentäschchen und Schmuck.

Eurodoll 2006 in Wolfurt / Österreich

 
An der Eurodoll 2006 habe ich auf eine Wettbewerbsteilnahme verzichtet und mich ganz auf den Verkauf meines Zubehörs konzentriert, das mittlerweile eine grosse Vielfalt aufweist. Diesmal fielen die Monogramme aus St. Galler Stickerei besonders auf.

Puppenbörsen im Ausland
 
Tuareg Puppe mit KamelDas Jahr 2007 habe ich puppenmässig an einigen Börsen im Ausland begonnen: im Mai war ich wieder am deutschen Puppenkongress mit Wettbewerb der GDS in Mömbris.
Zu meiner eigenen Überraschung habe ich für meinen Tuareg, der mit voll beladenen Kamel auf dem Weg zum Bazar ist, eine Puppe, die ich mit Hilfe selber modelliert habe, den Dollmaking Achievment Preis erhalten.

Anfang Juni war ich wiederum eine Woche in Südfrankreich, um bei Rosemarie Kunz eine neue Puppe zu modellieren. Dabei entstand ein wunderschöner Kinderkopf, der meinem Enkel Lukas ähnelt.
Mit dem Tuareg habe ich noch eine weitere Auszeichnung erhalten: den Eurodoll 2007.
 

Bei der Eurodoll 2008 habe ich mit 3 Puppen teilgenommen und 2 Gold- und 1 Silbermedaille erhalten



Auszeichnung durch die GDL

Im April 2009 erhielt ich eine ganz besondere Anerkennung: der „Ruby Award“ der Global Doll Society wurde mir anlässlich des Puppenkongresses übergeben. Diese Auszeichnung wird nur aufgrund bisheriger Erfolge und aussergewöhnlicher Leistungen verliehen. Eine solch hohe Anerkennung hätte ich niemals erwartet und bin deshalb überglücklich und auch stolz darüber.

Silbermedaillen an der Eurodoll 2009

Natürlich nahm ich wieder an der Eurodoll teil: mit meiner „Jumeau“ (antike französische Puppe) als auch mit meiner Künstlerpuppe „Schlangenfrau“ erzielte ich je eine Silbermedaille.

Ohne Weiterbildung geht es nicht

Mein Handicap liegt noch immer im Malen. Deshalb besuchte ich zwei Technikseminare bei Annette Schlegel, an denen ich weiter an meiner Maltechnik feilte und schöne Fortschritte erzielte.

Preise für Original Liechtensteiner Tracht

Liechtensteiner Trachtenpuppe Am diesjährigen Kongress der GDS Global Doll Society habe ich einen wunderschönen Erfolg erzielt: für meine „Simon und Halbig 1279“ mit Original Liechtensteiner Tracht wurde mir der Kostümpreis verliehen. Offenbar war meine Arbeit die beste und sorgfältigste. Tatsächlich habe ich unzählige Stunden mit der Herstellung der Tracht verbracht.

Kurz darauf wurde mir an der Eurodoll 2010 in Bregenz der World Award verliehen. Der World Award wird für den ausgezeichneten Gesamteindruck verliehen.

Ich freue mich über diese beiden Auszeichnungen, weil es sich bei dieser Arbeit um etwas Besonderes handelt. Sogar die liechtensteinische Trachtenvereinigung hat mich mit Rat und Tat umfassend unterstützt, was ich sehr geschätzt habe.

Goldmedaille an Eurodoll 2010

Eine Goldmedaille erhielt ich für eine „Bru breveté“, in ein gold-gelbes Herren-Rokkoko-Kostüm gekleidet. Auch dieser Preis motiviert mich, weiterhin meiner Leidenschaft nach zu gehen und viele Stunden mit Detailarbeit zu verbringen.

Einstieg in die Modellierung

Vor einiger Zeit habe ich mit Modellieren begonnen. Es hat allerdings lange gedauert bis ich mich an die Öffentlichkeit gewagt habe.

Im Frühling 2011 bewarb ich mich mit zwei Modellen für einen Wettbewerb. Für die Bewerbung musste man das Wettbewerbsobjekt bekleidet und unbekleidet fotografieren und einreichen. Ich habe ein schönes Porzellan-Puppenkind namens Larissa in der Kategorie Kinderdarstellung eingereicht. Weiters habe ich in der Kategorie Fantasiepuppen einen goldenen Waldgeist aus Modelliermasse gefertigt.

Zu meiner Freude wurde ich nach der Vorentscheidung eingeladen, am Wettbewerb um den Marx-Oscar-Arnold Kunstpreis für zeitgenössische Puppenkunst der Stadt Neustadt bei Coburg teilzunehmen.

Es hat leider nicht zum Preis gereicht (es gibt in jeder Kategorie nur eine einzige Auszeichnung), jedoch war es für mich schon eine Ehre, an diesem Anlass mitmachen zu körnen.

Nun modelliere ich fleissig weiter für die nächsten Wettbewerbe im Herbst 2011.

Neue Accessoires für Puppen
 
In meinem Angebot finden sich nun so Spezialitäten wie St. Galler Stickereien, Monogramme und Namen in Puppengrösse, hübscher Schmuck und ausgefallene Knöpfe. Dabei handelt es sich zum Teil aus altem Material oder – und deshalb günstiger – alt wirkend.

Als wahrer Trachtenfan habe ich nun auch für meine Puppenfreundinnen eine hübsche Auswahl an Trachtenschmuck, Trachtenköpfe und Charivari, damit auch Puppen stilecht in Tracht auftreten können.
 
Ich würde mich über Besucher freuen; für weitere Informationen zu Wettbewerben und Ausstellungen oder auch Kursen nehmen Sie doch bitte mit mir Kontakt auf! Ich gebe mein Wissen gerne auf Anfrage an Kursen weiter.
 

 
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